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2021

Stefanos Pavlakis „UNDER ERASURE“
Ausstellung vom 4. – 26. September 2021

Zeitgenössische Metropolen bestehen in der Regel aus Straßenzügen und Einkaufszentren, Bürotürmen, Parkhäusern, Parks und Wohneinheiten… Wo könnte man hier einen öffentlichen Ort besuchen, der eigens dem politischen Austausch auf Augenhöhe dient? In seiner fotografischen Arbeit UNDER ERASURE geht es um das Sichtbarmachen eines fortgehenden politischen Prozesses, der sich an den Fassaden der Stadt Athens vollzieht – und eigentlich als kriminelle Tat betrachtet wird: Das Beschriften von Wänden. Seine Arbeit hebt diesen Prozess auf solche Weise hervor, dass auf den Fotos ein ästhetisches Palimpsest aus Farbflächen entsteht, das mehr an abstrakte Malerei erinnert als an die Versuche unterschiedlicher Gruppierungen, sich ein Sprachrohr zu verschaffen. Verschlüsselt im Spiel von Licht und Schatten treten in UNDER ERASURE kleinste architektonische Details einer Stadt hervor, deren Kunst, Architektur und politische Ideale westliche Kultur bis heute prägen.


Fotos aus der Serie UNDER ERASURE, © Stefanos Pavlakis

 


»schöner wärs wenns schöner wär«
Christian Reister und Christoph Schieder
Ausstellung vom 15. – 29. August 2021
  

© Christian Reister, Schwarz-Weißfotos, © Christoph Schieder, Farbfotos

Über welche Themen sich Christian Reister und Christoph Schieder bei ihren nächtlichen Spaziergängen mit Wegbier und Kamera unterhalten haben, ist nicht überliefert. Überliefert sind allerdings Fotografien, die die beiden geübten Flaneure von diesen Spaziergängen im Lockdown-Winter 2020/2021 mitgebracht haben und die nun in einer großformatigen Publikation erschienen sind.
Das 24-seitige, DIN A3 große Heft mit dem schönen, die deutschen Apostroph-Regeln missachtenden Titel »schöner wärs wenns schöner wär« ist minimalistisch, aber mit viel Liebe zum Detail gestaltet. So ist der Titel, der sich über den schwarz gehaltenen Umschlag und die erste Innenseite zieht, per Hand siebgedruckt.
Im Gegensatz zu den großformatigen Schwarzweiß-Fotografien von Christian Reister sind die meist kleinformatigen Farb-Fotografien von Christoph Schieder mit einem Lack versehen und auf anderem Papier gedruckt, so dass die Bilder der beiden Fotografen nicht nur durch ihre Farbgebung und Größe einen Kontrast zueinander bilden. Während Schieder in seinen Aufnahmen den Blick vor allem auf die Details der Berliner Nacht richtet, betrachtet Reister oftmals das menschenleere große Ganze. Dass der nach eigenen Angaben eher schwermütig durch den Winter gegangene Schieder knallige Farben für seine Arbeit wählte, während der optimistischere Reister Schwarz-Weiß mit einer Tendenz hin zum tiefen Schwarz bevorzugte, macht viel von dem Reiz der Bildzusammenstellung in Publikation und Ausstellung aus. So ist beiden Fotografen – bei aller Lockdown-Tristesse – auch die Zuversicht anzumerken, dass es irgendwann dann doch auch wieder schöner wird.

Die Publikation:
Christian Reister und Christoph Schieder
24-Seitiges Heft, DIN A3, broschiert, 47 Fotografien, Eigenverlag, limitierte, nummerierte Auflage.
Erhältlich bei den Künstlern und im ausgewählten Buchhandel.
christianreister.com / christophschieder.com

Artikel in der Süddeutschen Zeitung am 28.08.2021

Medienpartner: Pib – Photografie in Berlin


2020

„Epilog“

Mario DollingerSilke HelmerdigStefanos PavlakisJens Schünemann and Sabine Wild.
Ausstellung vom 28.11.2020 bis 31.01.2021

Orientierung in einer geordneten Welt, Gewissheit, die wir aus Erinnerung schöpfen, unsere Vorstellung, die Natur sei beherrschbar – all dies scheint uns nicht mehr so sicher zu sein, wie wir es gewohnt waren. Fünf Künstlerinnen und Künstler halten ihren Epilog auf ein seltsames Jahr.

 


„Difference and Repetition“

Silke HelmerdigStefanos PavlakisJens Schünemann and Sabine Wild
Ausstellung vom 28.09.2020 bis 20.12.2020

 


Ausstellungsansicht, Foto: © Jens Schünemann

 

© Jens Schünemann: „Kirsten“, 2013, 9 Polaroidblätter SW, 8,5 x 10,7 cm auf Hadernkarton 33 x 45 cm, Unikate

 

© Silke Helmerdig: „re:presentation“, 8 Motive aus je 2 SW Silbergelatineabzügen 13 x 18 cm, montiert auf Karton 30 x 40 cm, Unikate, gerahmt

 

@ Sabine Wild: „L1001950 Singapur, 2016 / L1001950 Berlin, 2017“, „_MG_1824 Hongkong, 2011 / _MG_1824 New York, 2013″, aus der Serie „same name“

 

A series of images shot in quick succession, the recurrent engagement with a single image, or the camera’s automatic allocation of identical file names: in all of these activities repetition is a crucial factor. Repetition is inherent to photography. A recurrent act – releasing the shutter – triggers either a chemical or an electronic response that culminates in a reproducible image. This in turn features in, and is informed by, infinitely variable contexts. But repetition also brings difference into play: two unrelated images are automatically given identical file names; small changes can be noted even in images shot in the exact same situation but in quick succession; and an image repeatedly examined in photographic terms appears different each and every time. The exhibition presents four photographic approaches to difference and repetition.

 

Eine Ausstellung im Rahmen des 9. EMOP Berlin – European Month of Photography
https://www.emop-berlin.eu/de

 


„Das wahre Leben“

Mario Dollinger & Sabine Wild
Ausstellung vom 9. Februar bis 14. März 2020


Ausstellungsansicht, Foto © Sabine Wild

 

 


© Mario Dollinger: The last chapter X

 


© Mario Dollinger: The last chapter IX

 


© Mario Dollinger: The last chapter VIII

 


© Sabine Wild: L1000352, 2019

 


© Sabine Wild: links: L1003865, 2017, rechts: L1006488, 2017

 


© Sabine Wild: L1007813, L1007816, L1007814, 2017

 

Sabine Wild arbeitet in verschiedenen Stilen und Techniken, teils gegenständlich in fast schon lakonischem Erzählstil, teils stark abstrahiert. Ihre Themen kreisen oft um Raum, Stadt und Architektur. In „Territorien“ zeigt sie uns leere Gehege zoologischer Gärten. Streng konstruierte Bilder, an Vertikalen und Horizontalen orientiert. Ob der Abwesenheit ihrer Bewohner und der künstlichen Abstraktion der natürlichen Lebensräume befremden und verunsichern diese. Worauf verweisen diese Räume? Was stellen sie dar, wenn ihr Sinn gebendes Thema – das präsentierte Tier – nicht anwesend ist?

Diesen Arbeiten Sabine Wilds stehen die Bilder Mario Dollingers gegenüber.
„Die Arbeit von Mario Dollinger behandelt die Welt als Bühne […], auf der die Geschichten und Erzählungen von eingefangenen Momenten des dem Gewöhnlichen zu Grunde Liegenden gespielt werden – eine radikale Intensivierung gewöhnlicher Orte in stillstehenden Momenten“ schrieb John Holten (Broken Dimanche Press) über Dollinger. „Die Bilder werden zu Metaphern“ ergänzt Professorin Ute Mahler (Ostkreuzschule für Fotografie). Dieses tief gehende Verständnis von Fotografie führte auch bereits dazu, dass er den spanischen König Juan Carlos portraitieren konnte. Seine sich in ständiger Weiterentwicklung befindliche Serie „the last chapter“ dreht sich um die Frage, ob etwas zu Ende ist. Und wenn ja, was kommt dann?

Mit dieser Ausstellung setzen die Künstler ihre jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit fort, die bereits mehrere gemeinsame Ausstellungen in Deutschland und China hervorbrachte. Beide verbindet, bewusst oder unbewusst, sowohl die Auswahl ihrer Sujets als auch verwandte Emotionen bei der Suche nach diesen. Territorien und the last chapter visualisieren im weitesten Sinne Grenzen; menschliche, emotionale, räumliche“, sagt Dollinger über das aktuelle Projekt.


Sabine Wild works in different styles and techniques, partly figuratively in an almost laconic narrative style, partly highly abstract. Her subjects often revolve around space, city and architecture. In “Territories” she shows us empty enclosures of zoological gardens. Strictly constructed images, oriented on vertical and horizontal. The absence of its inhabitants and the artificial abstraction of natural habitats alienate and unsettle them. What do these rooms refer to? What do they represent if their meaningful topic – the presented animal – is not present?

These works by Sabine Wild are juxtaposed with Mario Dollinger‘s images.
“Mario Dollinger’s works treat the world as a stage […] on which the stories and tales of captured moments of the underlying are played out – a radical intensification of ordinary places in still moments,” wrote John Holten (Broken Dimanche Press) via Dollinger.
“The images become metaphors,” adds Professor Ute Mahler (Ostkreuz School of Photography). This deep understanding of photography already led him to portray the Spanish King Juan Carlos. His series “the last chapter”, which is in constant development, revolves around the question of whether something has ended. And if so, what comes next?

With this exhibition, the artists are continuing their years of successful collaboration, which has already resulted in several joint exhibitions in Germany and China. Both, consciously or unconsciously, are connected by the selection of their subjects as well as related emotions when searching for them.

“Both series, Territories and the last chapter, visualize borders in the broadest sense; human, emotional, spatial,” says Dollinger about the current project.

Text: © Patrick Pätzhold

 

 


2019

Über das wahre Leben: Abenteuer, Glamour, Rückzug

Stefanos Pavlakis, Jens Schünemann, Sabine Wild
Ausstellung vom 3. November bis 14. Dezember 2019

 

Ausstellungsansicht, Foto © Jens Schünemann

 


© Jens Schünemann: Hecken

 


© Sabine Wild: L1000326, 2015

 


© Stefanos Pavlakis: o.T., 2018


„SHOW YOUR DARLING IV – Wildnis“

Ausstellung vom 5. Mai bis 18. Juni 2019
33 fotografische Positionen
showyourdarling.de
Link zum Katalog:

 


2018

 

„Die Wildnis und wie wir sie uns vorstellen“

Fotografien von Jens Schünemann und Sabine Wild
Ausstellung im Rahmen des Monats der Fotografie OFF
Ausstellung vom 19.10. – 30.11.2018

 

Ausstellungsansicht, Fotos  © Sabine Wild


Katalog „Die Wildnis und wie wir sie uns vorstellen“

mit Fotografien von Jens Schünemann und Sabine Wild.
56 Seiten, mit einer Einführung von Peter Funken, 10 € plus 2 € Versand.
Bei Interesse schicken Sie bitte eine Mail an wild{at}kunstwild.de.
Zur Vorschau klicken Sie bitte auf das Bild.

 


„SHOW YOUR DARLING III – Das Bett“

Ausstellung vom 4. März bis 14. April 2018
31 fotografische Positionen
showyourdarling.de
Link zum Katalog:

 


2017

„SHOW YOUR DARLING II – DARKNESS“

Ausstellung vom 18. Februar bis 18. März 2017
26 fotografische Positionen
showyourdarling.de
Link zum Katalog:

 


2015

 „SHOW YOUR DARLING I“

30 Künstler zeigen ihr aktuelles Lieblingsbild
29. November 2015 bis 8. Januar 2015
showyourdarling.de
Link zum Katalog:

Fotos von der Vernissage: © Christian Reister